Tragen

Menschenkinder sind Traglinge. Betrachtet man die Tierwelt, so lassen sich die meisten Tierjungen entweder den Nesthockern oder den Nestflüchtern zuordnen: Sie kommen nackt und hilflos zur Welt oder sind Miniaturausgaben ihrer Eltern und schon kurz nach der Geburt weitgehend mobil und selbständig. Und was ist mit uns Menschen?

Unsere Babys sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Sie brauchen Nahrung, Wärme, Zuwendung und das Gefühl von Sicherheit. Sie wissen nicht, dass sie all das bekommen, auch wenn wir „kurz“ den Raum verlassen. Allein der Körperkontakt gibt ihnen zu verstehen, dass Mama (Papa, Oma…) da sind und die Welt ein sicherer Ort ist. Ein getragenes Kind bekommt genau das, was es erwartet und braucht – die sichere Bindung wird dabei „ganz nebenbei“ unterstützt!

Nimmt man ein Neugeborenes hoch, zieht es automatisch die Beinchen an und passt damit hervorragend auf die Hüfte, vor den Bauch oder auf den Rücken eines Erwachsenen. Und im Gegenzug ist diese Haltung auch optimal für die Reifung der kindlichen Hüfte, zudem sind auch die Bandscheiben der Wirbelsäule für einen aufrechten Transport ausgerichtet. Und wo könnte ein Kind mehr von der Welt sehen als mit uns auf Augenhöhe?

Malen mit Kind
Malen mit Kind

Auch mit einem noch so kleinen Kind wird auf Dauer der Arm schwer, und außerdem fehlt eben jener Arm im Alltag – hier kann ein Tragetuch oder eine Tragehilfe wunderbar Abhilfe schaffen! Mit ein wenig Übung und einem passenden System für Träger und Tragling geht das fix und kann den Alltag wahnsinnig erleichtern. Ob ein Sling für „nur mal kurz“ oder eine Tragehilfe für eine längere Wanderung mit einem müden Kleinkind, für fast jede Gelegenheit gibt es eine Lösung. Manche Tragehilfen oder Bindeweisen passen besonders gut bei ganz kleinen oder nur bei ganz großen Traglingen, andere sind flexibler und können über eine lange Zeit verwendet werden. Gerne helfe ich dir bei der Auswahl! Schreibe mir einfach an tanja{at}trageberatung-forchheim.de.